Wesenheit von Yoga

Yoga befasst sich mit der ganzheitlichen Entwicklung aller Fähigkeiten des Menschen und führt zu einem erfüllteren Leben.
Das Wort Yoga bedeutet Vereinigung, Verbindung oder kann auch für Kontakt stehen. Unter dem Oberbegriff Yoga werden viele verschiedene Stile zusammengefasst. Zusammen beschreiben diese Stile ein grossartiges Philosophiesystem welches den Menschen ins Zentrum rückt. Das Ziel ist die Entwicklung einer harmonischen Ordnung von Ausdauer und Kraft.

Yoga ist eine Wissenschaft des Bewusstseins, des Körpers, der Ethik und bilden einen Wert für Kopf (Raja Yoga), Herz (Bhakti Yoga = Hingabe) und Tätigkeit im Dienen (Karma Yoga = Hände). Gedanken, Worten und Taten werden miteinander harmonisiert. Ist der Mensch im Fluss, verbessert er seinen Nutzen in der Gesellschaft und sich selber auch.


Hatha Yoga
Die bei uns bekannteste Methode ist der Hatha Yoga. Eine Methode zur körperlichen und geistigen Reinigung, Ausgewogenheit und Freiheit. Das parasympathische und sympatische Nervensystem wird durch die Praxis von Hatha Yoga ausbalanciert. Das Drüsensystem harmonisiert. Der Übende befreit sich von muskulären und energetischen Blockaden und gewinnt wieder Boden unter seinen Füssen. Viele Menschen fühlen sich verschnitten und leben nur oberhalb in Brust und Kopf. Hier setzt der Hatha Yoga mit den Asanas (Körperstellungen) an und bringt Kraft in Knochen und Muskeln. D
er Stützapparat wird optimal gekräftigt. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Wirksamkeit der verschiedenen Haltungen. Der Körper speichert jede kleinste Erfahrung im Gehirn ab, daher wirkt Yoga lösend auf festgefahrene Muster. Yoga lässt unser Körper wieder als ein ganzes lebendes System erblühen, das miteinander arbeiten kann.

Weitere wichtige Teile des Hatha Yoga bilden die Pranayamas (spezielle Atemübungen) zur Kontrolle von Atem und Prana (Energie). Der Atem ist ein wichtiges Bindeglied zwischen physischen und psychisch-geistigen Aspekten. Durch Bandhas (Verschlüsse) und Mudras (Gesten) wird das Energiepotenzial gespeichert. Pranayama (Atemtechniken) führen zu dem höchsten Bewusstseinszustand hin.

Soziale Gesundheit
Gesundheit ist laut WHO ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Gesundheit bedeutet heute mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Das Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem wird durch Hatha Yoga positiv beeinflusst, nachweisbar durch EEG und EKG. Ganzheitlicher Yoga wirkt sich positiv auf beiden Gehirnhemisphären aus. Rechte und linke Gehirnseiten werden gleichermassen gefördert.
Die soziale Gesundheit fördert Yoga durch Studium, Beobachtung, Ethik und Handlung im Alltag um den rastlosen Geist zu beruhigen. Der innere Beobachter, Sakshin, wird geschult durch wissenschaftliches und objektives Wahrnehmen der eigenen Gedanken und eigenem Handeln. Das Soziale Verhalten in Richtung Verantwortung, Menschlichkeit und persönliche Disziplin bilden die Grundlagen von Yama (Verantwortung gegenüber sich selbst und dem Umfeld) und Niyama (Weitere Eigenverantwortung).
Yoga bildet eine wertvolle Unterstützung im Gesundheitsbereich und setzt als ganzheitliches System dort an, wo der Mensch oft an seine Grenzen stösst. Wer Yoga nur als Freizeittrend konsumiert, wird es schwer haben zu bekommen was Yoga verspricht:

Gesundheit für Körper und Geist / Inneres Wohlgefühl und Freude / Entwicklung von Gespür für die innere Verfassung / Gelassenheit / innere Zufriedenheit.
Freisetzung von kreativen Potenzialen und brachliegenden schöpferischen Qualitäten / Klarheit im Geist / Umwandlung von Stress in bewusste Dynamik /
Ausgewogenheit im gesamten Energiesystem und Nervensystem / Entwicklung von gesundem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

Das richtige Tun im richtigen Zeitpunkt, gelassen und dem inneren Wissen alles ist gut, denn ich tanke aus guter Quelle Kraft.

Yogastunden sind strukturiert aufgebaut durch Anfangsentspannung, Ankommen in der Stunde, verschiedene Haltungen die entspannt aber auch fordernd durchgeführt werden können, Atemübungen (Pranayama) Endentspannung oder Meditation, damit die erlernten Mustern im Körperschema abgespeichert werden können.